Geschichte der Villa

PDer ursprüngliche Besitzer, Herr Miloň Böhm (1853–1919), war Beamter gehobenen Dienstes bei der Slavie-Bank in Prag, Vorsitzender eines Sängerchores und bekannter Sänger – Bassgeiger. Als er in die Rente trat, hat er diese Villa in Blatná bauen lassen, der Stadt, wo er in der Familie eines Pfarrschullehrers und Chordirektors geboren war. Nach dem ersten Weltkrieg zog aus Prag nach Blatná auch sein Neffe Jan um, der mit der Züchtung der Heckenrosen begann. Bald hat er am Stadtrande Rosengärten ausgebaut, die zu den ausgedehntesten Rosenplantagen in Europa (31 ha) gehörten. Gerade Jan Böhm hat Blatná als eine „Rosenstadt“ berühmt gemacht. Miloň Böhm war tätig auch im Turnverein Sokol (Falke) in Blatná und im Jahre 1912 wurde er in den Stadtrat gewählt. Sein Grabmal ist durch einen grob abmeißelten Granit gebildet, auf deren Spitze ein eine Hantel in den Klauen haltende Falke sitzt. Die Villa wurde für Miloň Böhm von Čeněk Micka, einem bedeutenden Prager Architekten, projektiert. Sie wurde im Herbst 1910 fertig gebaut. An der Stirnseite des Gebäudes befindet sich eine Statuengruppe die eine Blütezeit der Stadt Blatná und das Wohlwollen ihrer Bürger, an die Herr Böhm geglaubt hat, darstellt. Das Ehepaar Böhm hatte keine Kinder, und daher wechselten im Laufe der Zeit die Besitzer der Villa, die dadurch dem Verfall immer mehr ausgesetzt wurde. Ihre Renovation hat erst im Jahre 2005 angefangen, wo der neue Besitzer einen arbeitsintensiven Umbau eingeleitet hat, wobei er aber mit größter Sorgfältigkeit bemüht war, den ursprünglichen Charakter der Villa zu bewahren. Sie können selber überprüfen, ob er erfolgreich gewesen ist.